Studieren in Karlsruhe

Studium in Baden-Württemberg: Schlossromantik und Technologie

Das baden-württembergische Karlsruhe ist nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes und bezaubert mit seinem beeindruckenden Schloss. Mit dem Karlsruher Institut für Technologie (kurz KIT) ist zudem das bundesweit größte Forschungszentrum Deutschlands in Karlsruhe ansässig. Wenn das mal keine tolle Perspektive für Studenten ist! In Karlsruhe findest sicher auch du den perfekten Studiengang für dich.

1. Hochschulstandort allgemein in Karlsruhe

Studenten nach Hochschule

Karlsruhe kommt aktuell auf etwa 41.200 Studierende, womit sich die Stadt im überregionalen Größenvergleich auf Rang 19 positioniert. Am größten ist das Karlsruher Institut für Technologie (24.200 Eingeschriebene), gefolgt von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (8.300 Studierende).

Abschlüsse

Bewertet man Karlsruhe anhand der ins Studium mitgebrachten Abi-Leistungen, steht als Note (Durchschnitt) eine 2 auf dem Zeugnis. Damit erzielt die Stadt mit Blick auf die Bundesrepublik den bodenständigen Platz 90, bei der Suche nach den cleversten deutschen Studenten. Und wer studiert gerade was? Rund 67,5 Prozent der Studierenden in Karlsruhe versuchen derzeit, einen Bachelor-Studiengang erfolgreich abzuschließen. Und dann? Als Folgeziel gehen ungefähr 63,2 Prozent jedoch den Master-Abschluss an. Ein weiteres prominentes Ziel ist natürlich die Promotion, die aktuell von 20,7 Prozent der Befragten angegangen wird. Zur Studiendauer in Karlsruhe ist zu konstatieren, dass die Studentendurchschnittlichim 6,1 Semestern befinden. Laut den Angaben sind weitere 6,8 Semester bis zum Studienende zu gehen, bis es ans Geldverdienen geht. Rein rechnerisch ist daher gewiss, dass man sich als Student aus Karlsruhe knapp 6,5 Jahre Zeit fürs Studium nehmen sollte.

2. Flirtfaktor in Karlsruhe

Studentischer Beziehungsstatus

Was folgt, ist DIE weniger gute Begebenheit für Singles: Ein Großteil der Studenten aus Karlsruhe ist bereits vergeben – 57,4 Prozent aller Befragten, um genau zu sein. Zugleich bedeutet dies aber auch, dass bei den übrigen 42,5 Prozent durchaus was gehen könnte. Damit rangiert Karlsruhe im Vergleich der Städte auf einem weniger Single-freundlichen Platz 60. Und auch zur (später einmal) relevanten Kinderfrage existieren darüber hinaus relativ konkrete Planungen. Im Ergebnis ist Lust auf Nachwuchs bei den Studierenden aus Karlsruhe überwiegend gegeben. Im idealen Fall wollen die Studenten 2 Kinder, wobei auch 3 gerne gesehen würden. Im krassen Gegensatz dazu können sich in Summe 7,5 Prozent der Befragten gut vorstellen, kinderlos zu bleiben.

Alter der Studenten

Dank eines Durchschnittsalters 21,9 Lebensjahren im Gepäck, ist die Studentenschaft in Karlsruhe im Übrigen ziemlich jung (entspricht Platz 85 im Vergleich der Hochschulstädte). Bei den meistbelegten Fächern in Karlsruhe handelt es sich um: 1. Ingenieurwissenschaften (38 %) 2. Wirtschaftswissenschaften (18,8 %) 3. Naturwissenschaften (11,1 %) 4. Informatik (7,6 %).

Wohnsituation der Studenten

Zudem wohnen 83,9 Prozent der Studenten nicht mehr daheim (Rang 58 im Städtevergleich), sodass störende Eltern einem zumindest hier nicht die Suppe versalzen können. Kleiner Einwand noch: Wenn, sind es in Karlsruhe eher die Jungs, die noch daheim übernachten.

3. Miete und Lebenshaltungskosten in Karlsruhe

Ausgaben

Der Blick aufs Thema Lebenshaltung beweist, dass Karlsruhe diesbezüglich relativ gut dasteht: Finanzielle Belastungen von 633,1 Euro pro Student (Position, 60 im Städteranking) sind zu stemmen. Im Durchschnitt müssen in Deutschland ungefähr 650 Euro aufgebracht werden, wohingegen am ungünstigsten mit 890 Euro das rheinland-pfälzische Ludwigshafen daherkommt. Position 2 belegt Hamburg, mit im Durchschnitt 820 Euro. In Karlsruhe geben Studenten beträchtliche Teile des monatlich verfügbaren Gelde, für Mietzwecke aus. In der Summe 170,3 Euro pro Kopf. Darüber hinaus fallen mit 83,6 Euro zusätzliche Pflichtausgaben fürs Studium an (Bücher, Semesterbeitrag etc.).

Einnahmen

Das Geld kommt auch in Karlsruhe in erheblichem Umfang von Eltern und Verwandten oder dem Lebenspartner. Insgesamt tragen sie im Durchschnitt 354,1 Euro pro Monat zur Unterstützung der Studenten bei. Darüber hinausreichende Bezugsquellen bilden Nebenjobs (193 Euro) sowie Bafög bzw. Studienkredit (109,8 Euro).

4. Jobs und Stundenlohn in Karlsruhe

Lohn nach Fachrichtung

57,8 Prozent der Immatrikulierten aus Karlsruhe gehen einem Nebenjob nach – und zwar zu erfreulichen Bezügen. Im Durchschnitt sind es 9,7 Euro pro Arbeitsstunde, was im Städteranking Platz 35 Euro bedeutet. Deutschlandweit kommt man auf 9,7 Euro. Außerdem verdienen in Karlsruhe 48,4 Prozent Prozent der die einen Job haben, mindestens 10 Euro als Stundenlohn. Der Stundenlohn unterliegt jedoch Schwankungen, die beispielsweise in den unterschiedlichen Fachbereichen begründet zu sein scheinen.

5. Jobeinstieg in Karlsruhe

Wer geht, wer bleibt? Derweil wollen 33,5 Prozent zum beruflichen Start in Karlsruhe bleiben, 66,4 Prozent planen zum Jobeinstieg den Umzug in eine andere Region. 25,5 Prozent bevorzugen sogar das Ausland. Dabei sind die Gehaltsansprüche wie folgt: Pro Person visieren Absolventen aus Karlsruhe ein Einstiegsgehalt von 37.718,8 Euro an, was Rang 10 unter den analysierten Studentenstädten bedeutet. Männliche Studierende liegen dabei mit 44.561,4 Euro etwa 57,4 Prozent vor den Vorstellungen der Absolventinnen (28.310,2 Euro). Natürlich kommt es je nach Studiengang zu mitunter beträchtlichen Unterschieden bei den Gehaltswünschen: Vorne liegen in Karlsruhe die Fachbereiche Informatik (68.700 Euro), Ingenieurwissenschaften (40.239,1 Euro) sowie Wirtschaftswissenschaften (38.000 Euro).

6. Uni Ranking in Karlsruhe

Hochschulranking

Was die Gesamtqualität des Bildungsangebots für Akademiker betrifft, kommen Studenten in Karlsruhe zu folgendem Schluss: Die Stadt holt bei Kriterien wie Hochschulanbindung, Lehre oder Ausstattung 55,8 von 100 möglichen Punkten (der bundesweite Durchschnitt liegt bei exakt 55 Punkten). Die Standorte mit den besten Gesamtergebnissen sind Frankfurt/Oder und Hamm mit jeweils 63 Punkten, gefolgt von Lüneburg mit 62 Punkten. Eher kleine Standorte also.

Headerbild: LaMiaFotografia/shutterstock.com
Quelle: © STUDITEMPS GmbH/Maastricht University