Studieren in Jena

Studieren in der Lichtstadt

Jena ist schon seit vielen Jahrzehnten als innovative Wissenschaftsstadt bekannt. Der Begriff "Lichtstadt" ist dabei ein Synonym für die Geistesblitze der viele hellen Köpfe, die in der thüringischen Stadt gelebt und geforscht haben. Wenn das mal keine guten Voraussetzungen für das eigene Studium sind!

1. Hochschulstandort allgemein in Jena

Studenten nach Hochschule

Jena beheimatet derzeit rund 23.200 Hochschülerinnen und Hochschüler, womit die 110.000 Einwohner zählende Stadt auf einen Studentenquotient von gut 20 Prozent kommt. Allein die Friedrich-Schiller-Universität zählt rund 18.000 Immatrikulationen. Eine weitere große Akademie der Stadt ist die Ernst-Abbe-Hochschule Jena.

Abschlüsse

Ersties aus Jena treten die Herausforderung Studium mit einer durchschnittlichen Gesamtnote im Abitur von 2,1 an. Das heißt, dass die Stadt im Wettkampf um den schlausten Nachwuchs deutschlandweit einen bodenständigen Rang 83 verbuchen kann. Mit Blick auf die Beliebtheit einzelner Studiengänge ist zudem zu sagen, dass 40,7 Prozent in Jena aktuell damit beschäftigt sind, den Bachelor zu meistern. Endpunkt der akademischen Ausbildung soll indes für 46,2 Prozent der Befragten erst der Master sein. Und noch einen Grad höher, in einen Promotionsstudiengang wollen 37 Prozent. Die durchschnittliche Studiendauer in Jena: Etwa 7 Semester, was bedeutet, dass bis zum Ende des Studiums (höchster angestrebter Abschluss) im Regelfall nochmals 7,1 vergehen. Insgesamt muss man also 7 Jahre einrechnen, um in Jena Absolvent zu werden.

2. Flirtfaktor in Jena

Studentischer Beziehungsstatus

Eine weniger gute Neuigkeit für Singles: Die Mehrzahl der Eingeschriebenen aus Jena lebt den Angaben zufolge bereits in einer Beziehung (50,6 Prozent). Das bedeutet aber auch, dass bei immerhin 49,3 Prozent was gehen könnte – im Ergebnis ein recht flirt-freundlicher Rang 16 im Standortvergleich. Apropos: Lust auf Kinderkriegen ist auch unter Studierenden in Jena gegeben. Gewünscht werden in den meisten Fällen 2 Kinder, wobei auch 3 nicht schlecht wären. Indes wollen sich 9,7 Prozent nicht vorstellen, einmal eine Familie zu haben.

Alter der Studenten

Von zentraler Bedeutung beim Kennenlernen ist die Frage nach dem Alter des Gegenübers. Und hier fällt auf, dass Studierende aus Jena mit einem Durchschnittsalter von 23,1 Jahren vergleichsweise reif sind, (Position 32 im bundesweiten Ranking der Hochschulstädte). Bliebe noch zu klären, welche Fachbereiche in Jena gezieltes Kennenlernen erleichtern? Laut Statistik sind die Chancen hier am größten: 1. Wirtschaftswissenschaften (16 %), 2. Sozial- und Geisteswissenschaften (15,1 %), 3. Naturwissenschaften (13,3 %) und zu letzt 4. Ingenieurwissenschaften (10,7 %).

Wohnsituation der Studenten

Zugleich schlafen 95,1 Prozent der Hochschülerinnen und Hochschüler in Jena nicht mehr daheim, womit peinliche Elternfragen einem hier nicht gleich die Suppe versalzen können. Pech für Sie: Wenn, sind es in Jena der Datenlage zufolge eher die männlichen Kommilitonen, die noch bei den Eltern leben. Bequem eben!

3. Miete und Lebenshaltungskosten in Jena

Ausgaben

Beim Aspekt der Lebenshal tungschneidet Jena tendenziell schlecht ab. Denn die Stadt zählt dank der studentischen Fixkosten von pro Person und Monat 674,3 Euro zur ungünstigen Hälfte der Hochschulstandorte des Bundes (Platz 36). Im Durchschnitt liegen die Hochschulstandorte des Landes bei vergleichsweise schlanken 650 Euro, am unentspanntesten ist hier Ludwigshafen mit durchschnittlich 890 Euro, nur wenig sparsamer ist Hamburg mit einer finanziellen Belastung von 820 Euro. Doch welche Verwendung findet in Jena das Geld? Ein wesentlicher Kostenpunkt ist natürlich die Miete von durchschnittlich 193,4 Euro. Daneben kostet auch das Studium selbst eine Stange Geld – monatlich stehen hierfür 64,6 Euro auf der studentischen Rechnung.

Einnahmen

Doch woher kommt die Kohle?Privater Support erfolgt in Jena von Eltern sowie Verwandten oder dem Lebenspartnern, die durchschnittlich 335,7 Euro des Gesamtbudgets stellen. Daneben sind Studentenjobs mit 176 Euro und Bafög sowie Studienkredite in Höhe von 188,7 Euro zählbare Finanzspritzen.

4. Jobs und Stundenlohn in Jena

Lohn nach Fachrichtung

Zur Jobsituation der Studenten in Jena ist vertiefend erwähnenswert, dass 64,3 Prozent der angehenden Absolventen laut eigener Aussage regelmäßig einer bezahlten Tätigkeit nachgehen. Je Student werden hierdurch 8,2 Euro pro Stunde eingenommen, was im überregionalen Städtevergleich einem allerdings zu nicht so großen Rang 96 gleichkommt. Bundesweit gesehen liegt der Vergleichswert bei 9,7 Euro. Darüber hinaus ist zu dem Thema zu sagen, dass in Jena 16,6 Prozent der arbeitenden Studenten die „magische“ Lohngrenze von 10 Euro für jede geleistete Arbeitsstunde toppen.

5. Jobeinstieg in Jena

Wer geht mit dem Abschluss in der Tasche in die Ferne – und wer möchte bleiben? Die Antwort lautet: Während 6,3 Prozent der Studenten in Jena auch über den Abschluss hinaus in der Stadt bleiben wollen, sehen 93,6 Prozent ihren Lebensmittelpunkt woanders. 25 Prozent wollen die Bundesrepublik ganz verlassen. Auch beim Thema Gehaltswunsch bestehen klare Vorstellungen. Aufgerufen wird bei Studierenden in Jena ein durchschnittliches Gehalt (Berufseinstieg) in Summe von 29.240,9 Euro brutto, was Rang 60 im Standortvergleich gleichkommt. Der geschlechtliche Vergleich besagt, dass die Jungs angesichts eines Anspruchs von 3.425,7 Euro rund 26,2 Prozent vor den weiblichen Studierenden liegen dürften, denen in Summe 26.477,3 Euro ausreichen. Im Übrigen rangieren in Jena diese Fachbereiche ganz vorne: Ingenieurwissenschaften (56.500 Euro), Religionswissenschaften / Theologie (46.600 Euro) und Informatik (41.000 Euro).

6. Uni Ranking in Jena

Hochschulranking

Bei der Bewertung der städtischen Bildungsangebote schlägt sich Jena auf dem Tableau wie folgt: Mit Verweis auf Bewertungskriterien wie Lehrqualität oder Lage, Qualität der Lehre oder Mensaessen erhält der Standort 58,4 von 100 Punkten, die erreichbar waren. Im Bundesdurchschnitt landen die Städte bei 55 Punkten. Ganz vorne rangieren dabei tendenziell kleinere Vertreter. Top in der Gesamtzufriedenheit sind Frankfurt/Oder und Hamm mit jeweils 63 Punkten, Nuancen vor Lüneburg mit guten 62 Punkten.

Headerbild: ArTono/shutterstock.com
Quelle: © STUDITEMPS GmbH/Maastricht University

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