Studieren in Erlangen

Studieren in Mittelfranken

Erlangen ist mit knapp 106.000 Einwohnern die kleinste der insgesamt acht Großstädte Bayerns. Bekannt ist sie dennoch über ihre Grenzen hinaus für die Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Dort findet jeder sein passendes Studienfach.

1. Hochschulstandort allgemein in Erlangen

Studenten nach Hochschule

Auf Platz 24 der größten Hochschulstandorte Deutschlands rangiert mit rund 38.000 Studierenden Erlangen (zusammen mit Nürnberg). Fast alle Studierenden der Stadt sind an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eingeschrieben, die auch überregional einen sehr guten Ruf genießt.

Abschlüsse

Zur Studiendauer in Erlangen ist zunächst festzuhalten, dass die Studierenden durchschnittlich im 6. Semester sind. Folgen also weitere 7, woraus sich am Ende ungefähr 6,5 Jahre Gesamtdauer bis zum Berufseinstieg ergeben – eine lange Zeit. Ganze 54,8 Prozent der Hochschülerinnen und Hochschüler aus Erlangen sind derzeit drauf und dran, die Bachelor-Hürde zu überwinden. Und dann? Später? Als Folgeziel sehen rund 51,6 Prozent den Master an (Promotion: 26,6 Prozent).

2. Flirtfaktor in Erlangen

Studentischer Beziehungsstatus

Zum Thema Beziehung ist einleitend zu sagen, dass die Mehrheit der Studenten aus Erlangen – nämlich 54,6 Prozent – schon vergeben ist. Dieses Ergebnis beschert der Stadt im bundesweiten Vergleich Platz 37. Und auch zur (später einmal) relevanten Kinderfrage gibt es bereits klare Vorstellungen. Und zwar ist Bock auf Nachwuchs in der Mehrzahl anzutreffen. Im idealen Fall sollen es nach dem Abschluss mal 2 Kinder sein (73 Prozent). Im Gegensatz dazu wollen 12,5 Prozent der Befragten überhaupt keinen Nachwuchs. Nie!

Alter der Studenten

Es fällt auf, dass die Hochschülerinnen und Hochschüler aus Erlangen vergleichsweise jung sind. Der Altersdurchschnitt liegt hier jedenfalls bei 21,9 Jahren, was zu Platz 82 auf dem Tableau der analysierten Standorte führt. Oder anders gesagt: 81 Hochschulstandorte haben ältere Studierende vorzuweisen.

Wohnsituation der Studenten

Und nun zur Frage aller Fragen: 'Mein Frühstückstisch – oder deiner?' Wenn man es hierhin schafft, will man natürlich auch ungestört bleiben. Daher dürfte von Interesse sein, dass 77,6 Prozent der Befragten aus Erlangen aktuell nicht mehr zuhause wohnen. Das entspricht Platz 40 im bundesweiten Ranking und sorgt dafür, dass einem bohrende Elternfragen zumindest hier erspart bleiben – fürs Erste jedenfalls.

3. Miete und Lebenshaltungskosten in Erlangen

Ausgaben

In Erlangen ist das studentische Leben recht günstig. Das beweisen monatliche Fixkosten von 623,4. Zum Vergleich: Im Durchschnitt sind es in Deutschland 650 Euro pro Person – etwas mehr also. Mit den höchsten Kosten haben Studierende im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen zu kämpfen. Hier sind es in Summe 890 Euro. Und wo rangieren in Erlangen die Ausgaben für Miete und Studium? Während pro Student und Monat 170,5 Euro Miete anfallen, sind es fürs Studium (Semesterbeitrag etc.) rund 49,8 Euro.

Einnahmen

Was tragen in erlangen eigentlich die Eltern zur finanziellen Unterstützung ihrer Kinder bei? Die Antwort: Eine Menge, was der Durchschnitt von 311,1 Euro pro Student und Monat beweist. Durch Nebenjobs sorgen die Hochschülerinnen und Hochschüler daneben auch ordentlich für sich selbst. 261,2 Euro landen hierdurch im Portemonnaie, flankiert durch das Bafög oder Studienkredite (72,3 Euro pro Monat).

4. Jobs und Stundenlohn in Erlangen

Lohn nach Fachrichtung

Stattliche 47,5 Prozent aller Befragten aus Erlangen, die einen Job haben, erhalten einen Stundenlohn von mindestens 10 Euro. Daran hat – ganz nebenbei – auch die eingeschlagene Fachrichtung einen Anteil (Informatiker stehen hier besser da als Sportwissenschaftler). Der in Erlangen durch Studentenjobs erzielte Durchschnittslohn beträgt jedenfalls 9,6 Euro, was im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld liegt (Rang 43). Etwa 71,5 Prozent der Studenten aus der Stadt gehen mehr oder minder regelmäßig arbeiten.

5. Jobeinstieg in Erlangen

Für die Stadt ist es eine wichtige ökonomische Frage: Wer will mit dem Abschluss in der Tasche in Erlangen bleiben – und wer will wegziehen? Die Lösung ist: Nur 13,8 Prozent der zukünftigen Absolventen können sich vorstellen, in der Stadt auch beruflich glücklich zu werden. Wenig! Ergo sehen 86,1 Prozent ihren Lebensmittelpunkt woanders (20,1 Prozent außerhalb von Deutschland). Und welches Einstiegsgehalt wird angestrebt? Hochschülerinnen und Hochschülern aus Erlangen sehen sich diesbezüglich bei 32.234,5 Euro brutto – Platz 32 im Standortvergleich. Der geschlechtliche Vergleich dazu besagt, dass Frauen rund 26,7 Prozent weniger fordern wollen als ihre männlichen Kollegen. Rechtswissenschaft, Jura (42.083,3 Euro), Ingenieurwissenschaften (41.111,1 Euro) und Informatik (40.123 Euro) liegen in Erlangen mit Blick auf die Fachrichtungen an der Spitze.

6. Uni Ranking in Erlangen

Hochschulranking

Insgesamt gelangen die angehenden Absolventen in Erlangen zu dem Urteil, dass ihre Hochschule bei Kriterien wie Anbindung, Lehrqualität oder Ausstattung exakt 50 von maximal 100 möglichen Punkten verdient hat. Die Standorte mit den besten Gesamtergebnissen zählen überraschenderweise nicht zu den "Großen" wie Berlin oder München, sondern heißen Frankfurt/Oder und Hamm mit jeweils 63 Punkten. Mit 62 Punkten folgt Lüneburg. Der Bundesschnitt liegt bei 55 Punkten.

Headerbild: Scirocco340/shutterstock.com
Quelle: © STUDITEMPS GmbH/Maastricht University

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