Studieren in Aachen

Hier hätte auch Karl der Große gerne studiert

Aachen ist nicht nur die am westlichsten gelegene Stadt Deutschlands, sondern hat neben dem Aachener Dom und den leckersten Printen überhaupt, auch eine Menge Grün und viele nette Menschen zu bieten. Die RWTH Aachen genießt dabei einen besonders guten Ruf und so ist Aachen völlig zurecht eine sehr beliebte Studentenstadt, in der man sich einfach nur wohlfühlt.

1. Hochschulstandort allgemein in Aachen

Studenten nach Hochschule

Aachen gehört zu den größten Hochschulstandorten auf deutschem Boden. 50.000 Studierende entsprechen Platz 15 im Vergleich aller Standorte. Heimat der meisten Eingeschriebenen ist dabei die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule mit in Summe rund 43.000 Studierenden. Weitere städtische Akademien sind die FH Aachen oder die Aachen Business School.

Abschlüsse

Ersties aus Aachen gehen das Studium im Mittel mit einer Abiturnote von 2,1 an. Wohin führt der Weg? Mit Blick auf die Beliebtheit der Abschlüsse ist zunächst zu erwähnen, dass 67,3 Prozent aller Studierenden in Aachen aktuell den Bachelorabschluss anpeilen. Letzte akademische Station soll für 71,1 Prozent der Masterabschluss sein. Und noch eine Stufe höher – nämlich in die Promotion – streben später 20,8 Prozent. Zur Dauer des Studiums in Aachen: Ungefähr 6,3 Semester sind die Studierenden durchschnittlich schon eingeschrieben, was bedeutet, dass bis zum höchsten anvisierten Grad weitere 7 zu meistern sind. Unter dem Strich sollte man also 6,7 Jahre einkalkulieren, um in Aachen bereit für den Beruf zu werden.

2. Flirtfaktor in Aachen

Studentischer Beziehungsstatus

Eine sehr gute Nachricht für Singles: Die Mehrzahl der Eingeschriebenen in Aachen lebt den Angaben zufolge noch nicht in einer Partnerschaft (49,3 Prozent). Das heißt genialerweise, dass bei 50,6 Prozent Interesse bestehen könnte – bundesweit gesehen ein recht flirt-freundlicher Platz 13 im Standortvergleich. Und apropos: Lust auf Nachwuchs ist selbstredend auch bei Studierenden in Aachen vorzufinden. Auf der Wunschliste stehen in den meisten Fällen 2 eigene Kinder, selbst 3 wären akzeptabel. Dagegen können sich 12 Prozent nicht mit dem Gedanken anfreunden, einmal eine Familie zu haben. Gut zu wissen.

Alter der Studenten

Dank eines Durchschnittsalters von 22,6 Jahren ist die Studentenschaft in Aachen übrigens recht jung, das entspricht Platz 58 im Städtevergleich. Wo man sich in der Stadt am schnellsten über den Weg läuft? Meistgewählte Fachbereiche in Aachen sind: 1. Ingenieurwissenschaften (46,1 %), 2. Wirtschaftswissenschaften (13,7 %), 3. Naturwissenschaften (13,3 %) und 4. Informatik (7 %).

Wohnsituation der Studenten

Das sind eure Fachschafts-Partys! Da müsst ihr hin, damit es am Ende womöglich auf ein „Zu mir oder zu dir?“ hinausläuft. In Aachen wohnen übrigens 85,5 Prozent der Eingeschriebenen nicht mehr zuhause, sodass euch neugierige Eltern eher nicht in die Quere kommen sollten. Jedoch, Mädels: Am ehesten treten Mutti und Vati noch bei den Jungs in Erscheinung. Also aufgepasst!

3. Miete und Lebenshaltungskosten in Aachen

Ausgaben

Der Blick auf das Thema Lebenshaltungskosten verdeutlicht, dass Aachen hier relativ gut wegkommt: Fixkosten in Höhe von 642,4 Euro pro Kopf stehen zu Buche (Rang 52). Im Durchschnitt werden überregional etwa 650 Euro pro Person gezahlt, wobei insgesamt am ungünstigsten mit 890 Euro das rheinland-pfälzische Ludwigshafen daherkommt. Position 2 belegt Hamburg, mit durchschnittlich 820 Euro monatlich. In Aachen geben Hochschülerinnen und Hochschüler ihr Geld zu großen Teilen für Mietzwecke her, insgesamt 170,3 Euro je Person. Daneben fallen mit monatlich 67,6 Euro weitere Ausgaben für das Hochschulstudium an (Literatur, Semesterbeitrag etc.).

Einnahmen

Und woher beziehen die Studenten der Stadt hauptsächlich ihr Geld? Ein beachtlicher Teil kommt in Aachen von Eltern und Lebenspartnern. Zusammen kommen so gut 303,2 Euro pro Person und Monat. Zählbares liefern zudem Nebenjobs, die bei circa 205,7 Euro liegen, flankiert natürlich durch Bafög/Studienkredite mit im Durchschnitt 144,6 Euro.

4. Jobs und Stundenlohn in Aachen

Lohn nach Fachrichtung

Ungefähr 63,4 Prozent der Studierenden in Aachen gehen regelmäßig arbeiten, zu einem durchschnittlichen Lohn von 9,8 Euro die Stunde. Hierdurch landet die Stadt im Ranking der Hochschulstandorte auf einem erfreulichen Platz 27. Im Vergleich dazu beläuft sich der Lohn auf Bundesebene im Durchschnitt auf 9,7 Euro je Stunde. Zudem ist erwähnenswert, dass in Aachen 52,2 Prozent der Studenten als Minimum 10 Euro Stundenlohn bekommen. Natürlich kann dabei das Gehaltsgefüge in Abhängigkeit vom Fachbereich deutlich variieren.

5. Jobeinstieg in Aachen

Aus der Analyse der Migrationsabsichten geht hervor, dass 24,8 Prozent der zukünftigen Absolventen aus Aachen der Region auch beruflich erhalten bleiben wollen. Einen Umzug favorisieren dagegen 75,1 Prozent der Studierenden – 17,9 Prozent sehen ihre Zukunft sogar außerhalb Deutschlands. Beim Thema Verdienst peilen Studenten in Aachen zum Berufseinstieg 35.062,6 Euro an (Platz 17 im Ranking). Hierzu der geschlechtliche Vergleich: Hochschüler rangieren in dieser Frage mit 36.314,4 Euro rund 8,2 Prozent vor dem Gehalt der Hochschülerinnen, die im Durchschnitt mit 33.556 Euro liebäugeln. Gehaltsabweichungen gemäß Fächerwahl sind zudem auch in Aachen festzustellen. Hier sieht es wie folgt aus: Informatik (41.578,1 Euro), Ingenieurwissenschaften (39.911,4 Euro), Medizin / Gesundheitswissenschaften (35.137,5 Euro).

6. Uni Ranking in Aachen

Hochschulranking

Was das Bildungsangebot vor Ort betrifft, schneidet Aachen im Ranking der Hochschulstandorte leicht überdurchschnittlich ab. In der Summe der Bewertungskategorien (Verkehrsanbindung, Qualität der Lehre, Mensa etc.) erringt die Stadt 56,6 von 100 Punkten, die möglich waren. Zum Vergleich: Der bundesweite Vergleichswert liegt bei 55 Punkten. Ganz vorne landeten dabei eher kleinere Standorte. So sind Spitzenreiter in puncto Studentenzufriedenheit Frankfurt an der Oder und Hamm mit je 63 Punkten, gefolgt von Lüneburg mit guten 62 Punkten.

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Quelle: © STUDITEMPS GmbH/Maastricht University